Hamburger Mattenfilter + Tschechischer Luftheber
Verfasst: Fr 31. Okt 2014, 16:55
Da ich gefragt wurde, was das überhaupt ist hier eine Erklärung dazu:
Der Hamburger Mattenfilter (HMF) ist ein rein biologischer Aquarienfilter der zudem auch noch sehr wartungsarm ist.
Im Grunde ist er der simpelste und zugleich beste Filter für Süßwasserquarien.
Der Filter selbst besteht eigentlich nur aus einer Schaumstoffmatte, die entweder an einer Seitenscheibe (komplette Fläche) oder als Eckfilter mithilfe von Leisten (meist Kunststoff) in das Becken eingeklebt wird.
Die Matte selbst kann man aber dennoch jederzeit herausnehmen (muss man aber so gut wie nie).
Die Mattenstärke beträgt meist 5 cm für sehr große Becken (>5.000L) auch mal 10 cm.
Die Höhe der Matte ist auch meist die Höhe des Aquariums, d.h. etwas höher als der Wasserspiegel.
Hinter dieser Matte befindet sich eine Pumpe (oder hier eben ein Luftheber, komm ich gleich zu), wodurch das Wasser durch die Matte strömt.
Und jetzt kommt der eigentliche Filter:
In dieser Matte siedeln sich Bakterien an, welche die Ausscheidungen / Abfallstoffe im Becken zersetzen und umwandeln.
Dabei wird hauptsächlich das giftige Nitrit in Nitrat umgewandelt, welches wiederum die Pflanzen als Dünger aufnehmen und somit ein Kreislauf entsteht.
Der Filter selbst muss nur sehr selten sauber gemacht werden, bzw. reicht es dann den hinter den Filter befindlichen Mulm oder die Matte etwas abzusaugen.
Die Bakterien dürfen dabei nicht komplett entfernt werden, da diese ja der eigentliche Filter darstellen.
Lediglich ist dann nur noch der wöchentliche Wasserwechsel nötig, mehr nicht.
Wem die Matte optisch im Becken etwas stört kann diese auch mit bepflanzen mit z.B. Javamos und hat somit nach einer gewissen Zeit eine richtige "Rasenfläche" ohne, das der Filter an Leistung verliert.
Tschechischer Luftheber:(TLH)
Klar, man könnte auch eine Kreiselpumpe nehmen, aber diese Pumpe wird wie der Name schon vermuten lässt mit Luft betrieben.
Genauer gesagt über eine Membranpumpe.
Die "Pumpe" ist eigentlich nichts anderes als ein Stück Rohr (meist PVC) mit oberhalb einen Bogen in der im unteren Bereich Luft über einen Luftschlauch eingepumpt wird.
Die Luftblasen steigen durch das Rohr zur Wasseroberfläche und "heben" das Wasser dadurch an.
Je feiner diese Luftblasen sind, desto mehr Wasser wird "angehoben".
Die Wassermolekühle heften sich quasi an die Sauerstoffmolekühle und fließen somit in Richtung Wasseroberfläche bzw. Rohrausgang.
Der TLH ist eine verbesserte Variante eines normalen Lufthebers, da am unteren Ende mehrere Lochkränze gebohrt wurden über die dann eine nach oben und unten abgedichtete Muffe kommt. Die Luft muss somit durch die vielen kleinen Löcher und es entstehen somit viele kleine Luftblasen.
Wichtig hierbei ist, dass der Ausgang des Steigrohres sich in etwa auf Höhe der Wasseroberfläche befindet um eine volle Leistung zu haben.
Ragt das Rohr zu weit aus dem Wasser, wird nur noch sehr wenig Wasser gefördert.
Diese Art Pumpe / Filter (HMF, TLH) ist nicht nur sehr effektiv sondern bringt noch einige Vorteile mehr mit sich.
- es befinden sich keine Stromkabel im Becken
- es besteht keine Verletzungsgefahr für z.B. Garnelen die versehentlich in die Pumpe eingesaugt werden, wie es bei Kreiselpumpen der Fall wäre
- diese Art Filter ist sehr leicht selbst zu bauen (bekommt man alles im Baumarkt) oder wenn man dies nicht möchte recht günstig fertig zu erwerben
- es kann mit einer Luftpumpe mithilfe einer Druckdose gleich mehrere kleine Becken betrieben werden, d.h. man muss nur zusätliche TLH bauen und nicht jedes Becken einzeln mit Pumpen versehen und kann dadurch Strom sparen
- ist vom kleinsen Becken (wenige Liter z.B. 20L) bis riesige Schaubecken (mehrere tausend Liter) einsetzbar (natürlich variiert dann die Rohrgröße und die Leistung der Luftpumpe)
- sollte die Luftpumpe wirklich mal ausfallen, sind die Bakterien schnell anpassungsfähig und können den Umwandlungsprozess im Gewissen Rahmen trotzdem fortsetzen
Für das bessere Verständniss werde ich später noch Bilder hinzufügen.
Wenn ihr möchtet stell ich auch eine Bauanleitung ein.
Der Hamburger Mattenfilter (HMF) ist ein rein biologischer Aquarienfilter der zudem auch noch sehr wartungsarm ist.
Im Grunde ist er der simpelste und zugleich beste Filter für Süßwasserquarien.
Der Filter selbst besteht eigentlich nur aus einer Schaumstoffmatte, die entweder an einer Seitenscheibe (komplette Fläche) oder als Eckfilter mithilfe von Leisten (meist Kunststoff) in das Becken eingeklebt wird.
Die Matte selbst kann man aber dennoch jederzeit herausnehmen (muss man aber so gut wie nie).
Die Mattenstärke beträgt meist 5 cm für sehr große Becken (>5.000L) auch mal 10 cm.
Die Höhe der Matte ist auch meist die Höhe des Aquariums, d.h. etwas höher als der Wasserspiegel.
Hinter dieser Matte befindet sich eine Pumpe (oder hier eben ein Luftheber, komm ich gleich zu), wodurch das Wasser durch die Matte strömt.
Und jetzt kommt der eigentliche Filter:
In dieser Matte siedeln sich Bakterien an, welche die Ausscheidungen / Abfallstoffe im Becken zersetzen und umwandeln.
Dabei wird hauptsächlich das giftige Nitrit in Nitrat umgewandelt, welches wiederum die Pflanzen als Dünger aufnehmen und somit ein Kreislauf entsteht.
Der Filter selbst muss nur sehr selten sauber gemacht werden, bzw. reicht es dann den hinter den Filter befindlichen Mulm oder die Matte etwas abzusaugen.
Die Bakterien dürfen dabei nicht komplett entfernt werden, da diese ja der eigentliche Filter darstellen.
Lediglich ist dann nur noch der wöchentliche Wasserwechsel nötig, mehr nicht.
Wem die Matte optisch im Becken etwas stört kann diese auch mit bepflanzen mit z.B. Javamos und hat somit nach einer gewissen Zeit eine richtige "Rasenfläche" ohne, das der Filter an Leistung verliert.
Tschechischer Luftheber:(TLH)
Klar, man könnte auch eine Kreiselpumpe nehmen, aber diese Pumpe wird wie der Name schon vermuten lässt mit Luft betrieben.
Genauer gesagt über eine Membranpumpe.
Die "Pumpe" ist eigentlich nichts anderes als ein Stück Rohr (meist PVC) mit oberhalb einen Bogen in der im unteren Bereich Luft über einen Luftschlauch eingepumpt wird.
Die Luftblasen steigen durch das Rohr zur Wasseroberfläche und "heben" das Wasser dadurch an.
Je feiner diese Luftblasen sind, desto mehr Wasser wird "angehoben".
Die Wassermolekühle heften sich quasi an die Sauerstoffmolekühle und fließen somit in Richtung Wasseroberfläche bzw. Rohrausgang.
Der TLH ist eine verbesserte Variante eines normalen Lufthebers, da am unteren Ende mehrere Lochkränze gebohrt wurden über die dann eine nach oben und unten abgedichtete Muffe kommt. Die Luft muss somit durch die vielen kleinen Löcher und es entstehen somit viele kleine Luftblasen.
Wichtig hierbei ist, dass der Ausgang des Steigrohres sich in etwa auf Höhe der Wasseroberfläche befindet um eine volle Leistung zu haben.
Ragt das Rohr zu weit aus dem Wasser, wird nur noch sehr wenig Wasser gefördert.
Diese Art Pumpe / Filter (HMF, TLH) ist nicht nur sehr effektiv sondern bringt noch einige Vorteile mehr mit sich.
- es befinden sich keine Stromkabel im Becken
- es besteht keine Verletzungsgefahr für z.B. Garnelen die versehentlich in die Pumpe eingesaugt werden, wie es bei Kreiselpumpen der Fall wäre
- diese Art Filter ist sehr leicht selbst zu bauen (bekommt man alles im Baumarkt) oder wenn man dies nicht möchte recht günstig fertig zu erwerben
- es kann mit einer Luftpumpe mithilfe einer Druckdose gleich mehrere kleine Becken betrieben werden, d.h. man muss nur zusätliche TLH bauen und nicht jedes Becken einzeln mit Pumpen versehen und kann dadurch Strom sparen
- ist vom kleinsen Becken (wenige Liter z.B. 20L) bis riesige Schaubecken (mehrere tausend Liter) einsetzbar (natürlich variiert dann die Rohrgröße und die Leistung der Luftpumpe)
- sollte die Luftpumpe wirklich mal ausfallen, sind die Bakterien schnell anpassungsfähig und können den Umwandlungsprozess im Gewissen Rahmen trotzdem fortsetzen
Für das bessere Verständniss werde ich später noch Bilder hinzufügen.
Wenn ihr möchtet stell ich auch eine Bauanleitung ein.







